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Ehrungen und Neuwahl eines Beisitzers und des Medienwartes bei der JHV 2020

Ehrungen und Neuwahl eines Beisitzer und des Medienwartes bei der Jahreshauptversammlung am 08.03.2020

Gottfried Friepes legte sein Amt als Beisitzer nieder, neuer Beisitzer ist Terence Preis. Christian Schober legte sein Amt als Medienwart nieder, neuer Medienwart ist Hendrik Schwartz.

von links: Gottfried Friepes, Christian Schober, Terence Preis, Hendrik Schwartz, Günter Kunkel, Max Winkler, Gerd Rosenberger, Alfons Falkner

Ehrennadel in Bronze (15 Jahre)

Falkner Alfons mit Günter Kunkel

Lukschik Gabriele (nicht anwesend)

Dr. Reindl Peter (nicht anwesend)

Rosenberger Gerd mit Günter Kunkel

Vittighof Herma, Fördermitglied (nicht anwesend)

Ehrennadel in Silber (25 Jahre)

Haidn Johann, Fördermitglied (nicht anwesend)

Wetzl Ulrich (nicht anwesend)

Ehrungen für 50 Jahre treue Mitgliedschaft

Fischl Josef, Ehrenmitglied (nicht anwesend)

Ehrungen für 70 Jahre treue Mitgliedschaft

Fuchs Walter (Ehrenmitglied) mit Günter Kunkel

Winkler Max (Ehrenmitglied) mit Günter Kunkel

 

Imkerdankgottesdienst in St. Peter

Bienenzuchtverein Passau e. V. feiert Saisonabschluss & Erntedank-Gottesdienst!

Zum traditionellen Erntedank-Gottesdienst der Imker lud auch heuer wieder der Bienenzuchtverein Passau e. V. seine Mitglieder ein. Dieser fand in der Kirche St. Peter in Passau-Haidenhof statt. Geschmückt war die Kirche u. a. mit der großen Vereinskerze und einem früher gebräuchlichem Bienenkorb aus Stroh. Die zahlreich erschienen Imker und Imkerinnen dankten in einem feierlichen Gottesdienst, zelebriert von Kaplan P.  Johnson, für ein gutes Bienenjahr. Harald Meier trug die Lesung und die Fürbitten vor. Unter anderem wurde den verstorbenen Vereinsmitgliedern gedacht.

Musikalisch wurde der Gottesdienst umrahmt von der Chor-gemeinschaft St. Georg aus Passau-Hals, bei der auch der 2. Vorstand, Fritz Matthäi, mitsang.

Im Anschluss an den Gottesdienst fanden sich die Vereinsmitglieder im Restaurant Akropolis zu einem gemeinsamen Mittagessen und angeregten Gesprächen ein. Der Verein spendierte jedem Mitglied einen Verzehrbon.

 

 


 

Vortrag Königinnenzucht von Emma Hoisl

 

(von links: Fritz Matthäi, Emma Hoisl, Günter Kunkel)

Königinnenzucht-Vortrag  beim Bienenzuchtverein Passau e. V.

Die Mitglieder des Bienenzuchtvereins Passau e. V. konnten bei einem ihrer wöchentlichen Treffen am Lehrbienenstand am Steffelmühlweg in Passau einen interessanten, zweistündigen  Vortrag über die Königinnenzucht verfolgen. Die Vorsitzende des Tiefenbacher Imkervereins, Bienenfachwartin  und Carnica Reinzüchterin Emma Hoisl,  kam der Einladung des 1. Vorsitzenden Günter Kunkel nach und stellte ihre Königinnenzucht in einer sehr informativen Power Point Präsentation dar. „Vermehrung ist nicht gleich Zucht“, so lautete ein wichtiges Statement von Frau Hoisl. Im Gegensatz zu früher, wo Bienenvölker nur über Schwärme vermehrt wurden, steht  heutzutage eine Vermehrung über eine gezielte Königinnenzucht  im Vordergrund.

Vom Zeitplan und der Zuchtstoffauswahl von Völkern die durch Sanftmut, guten Honigertrag, Schwarmträgheit und Varroaresistenz ausgewählt werden sollen, über die Auslese der geschlüpften Königinnen bis hin zur  Vorbereitung zur Begattung der Königinnen auf einer sog. Belegstelle (Aufstellungsort für junge, unbegattete Bienenköniginnen und Drohnen derselben Bienenrasse zur gezielten Zucht) und dem „Königinnenzeichnen“ konnten sich die Mitglieder informieren. Wer wollte stellte im Anschluss Fragen, die Frau Hoisl  gerne beantwortete.

Wie wichtig diese Vorträge/Fortbildungen für die Imker sind zeigte sich durch das große Interesse an dieser Veranstaltung. Im Laufe der Bienensaison werden die Mitglieder des Vereins (gerne auch interessierte Nicht-Mitglieder) noch in den Genuss weiterer interessanter Informationsabende durch Fachreferenten zu Themen wie z. B. Bienenkrankheiten, Varroabekämpfung, Arbeitssicherheit, Propolisgewinnung  und Vermarktung von Bienenprodukten, kommen.    Text/Foto: A. Gran

Keine Bienen, keine Blüten

In den großen Flusstälern von Donau und Inn fühlen sich Wild- und Honigbienen wohl. Leuchtende Blüten locken sie mit ihren betörenden Düften an. Je mehr blüht, desto mehr Bienen fliegen. Dann finden sie ausreichend Nahrung und Pollen zum Sammeln.

Doch die Blumenwiesen werden immer weniger. Daher hat die Untere Naturschutzbehörde die Aktion „Blühendes Passauer Land“ ins Leben gerufen. So möchte man die Blühflächen erweitern, um blütenreiche Lebensräume zu schaffen. Damit Honig- und Wildbienen, aber auch andere Insekten wie Schmetterlinge und Käfer Nahrungsquellen finden.

Ohne Bienen würden ganze Felder brach liegen und die Bäume kahl bleiben. Sie erhalten unser Passauer Land sowohl als Nahrungsquelle für den Menschen, als auch mit seiner blütenreichen Landschaft. Doch Bienen sorgen noch für viel mehr. Denn die fleißigen Arbeiterinnen sammeln den Nektar der Pflanzen ein, aus dem Honig hergestellt wird.

 

Außerdem sorgen sie für Propolis, das momentan in aller Munde ist. Das natürliche Produkt besteht überwiegend aus Pflanzenharzen, die von den fleißigen Honigbienen gesammelt werden. Diese klebrig, zähe Masse ist ihr Baumaterial. Damit isolieren sie ihren Staat, halten den Bienenstock steril und schützen ihn vor sämtlichen Gefahren. Daher wird es auch Kittharz genannt. Frei übersetzt bedeutet sein griechischer Begriff so viel wie „vor der Stadt“. Denn die Bienen kleistern mit Propolis das Einflugloch zu ihrem Stock so klein wie möglich zu. So möchte man ihn vor Mäusen, Schlangen und anderen Gefahren schützen. Dringen sie dennoch ein, werden sie getötet und mit Propolis bedeckt. Sie verfallen im Inneren der Hülle nur sehr langsam. Viren und Keime haben keine Chance, denn dem Bienenprodukt wird eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben.

 

„Propolis ist ein Sammelerzeugnis der älteren Arbeiterbienen“, sagt Günter Kunkel. Der Neuburger ist seit mehr als 20 Jahren Imker und der Vorsitzende des Bienenzuchtvereins im Passauer Land. Er beschäftigt sich viel mit den Insekten und ihrer Arbeit. „Die Propolissammlerinnen nagen harzige Absonderungen von Knospen, Blättern und Zweigen verschiedener Bäume ab und tragen die Propolis in ihren Stock“, erklärt er. Dort wird die klebrige Masse nicht einfach abgestreift so wie ein Pollenhöschen, sondern abgenagt. Dadurch fügen die Bienen körpereigene Drüsensekrete, Wachs und Pollenbalsam hinzu. So entsteht ein Harz, das mehr als 300 Komponenten miteinander vereint.

 

Es enthält Vitamine, die das Immunsystem stärken, Haut und Haare pflegen und den Stoffwechsel anregen. Ebenso wie Eisen, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Selen und Zink. Dieses Konglomerat macht Propolis sehr wirksam. Was auch die alten Völker wie Inkas, Ägypter und Griechen schon wussten. Sie stellten bereits Tinkturen her mit

dem natürlichen Antibiotikum, das nicht nur Bakterien abtötet, sondern auch gegen Viren und Pilze hilft. Damit desinfizierte man beispielsweise Speer- und Pfeilwunden. Auch heute besinnt man sich wieder auf seine heilende Anwendung. Es ist sogar als Arzneimittel gelistet. Man kann es roh in Apotheken kaufen, ebenso Tinkturen, Salben und Tropfen zum Einnehmen.

Propolis wirkt heilungsfördernd und entzündungshemmend, außerdem regt es die körpereigenen Abwehrkräfte an. Daher eignet es sich zur Behandlung von oberflächlichen, kleinen Verletzungen, Entzündungen, Erkältungskrankheiten und Infektionen der oberen Atemwege.

 

Die Bienen verwandeln ihren Stock damit in einen klinisch reinen Raum und das bei Temperaturen von bis zu 35 Grad. Dort, wo ihre Brut liegt muss es schließlich besonders warm sein. Die Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 40 und 70 Prozent. Ein idealer Nährboden für Keime, denn in einem Stock leben rund 40.000 Bienen auf engstem Raum zusammen. Doch sie überziehen nahezu alles mit ihrem antibiotischen Stoff. Jede noch so kleine Ritze, die Waben, Zellen, Wände und die Rahmen der Imker. Letztere gewinnen die Propolis, indem sie das Kittharz regelmäßig abschaben oder durch besondere Gitter ernten. „Sein Geruch ist süßlich angenehm, aber intensiv. Man könnte es sogar im Rohzustand essen, doch die klebrige Masse bleibt an den Zähnen unangenehm haften“, sagt Günther Kunkel. Er sammelt das Bienenprodukt lieber, friert es ein und stellt einmal im Jahr eine Propoliscreme und -tinktur her – für den Eigengebrauch. Salben und Tinkturen eignen sich besonders für heilende Wunden, da sie die Haut betäuben und die Wunde desinfizieren, wirken aber auch gegen Herpes und andere Hauterkrankungen wie Akne. Eine Propolistherapie empfiehlt sich aber auch bei Erkrankungen wie Erkältungen, bei rauem Hals, Magenproblemen oder bei Verbrennungen. Eingesetzt wird es auch bei rheumatischen Erkrankungen, Nerven- und Sehnenschmerzen sowie bei muskulären Problemen oder Beschwerden der Wirbelsäule. Doch nicht jeder verträgt das Bienenprodukt. Es enthält einige Allergene, darunter Isoprenylkaffeat. Daher rät Günter Kunkel, sich vor der Anwendung in der Apotheke genauer zu informieren.

 

Doch nicht nur wegen des natürlichen Heilmittels sollte man die Bienen besonders schützen. Denn „das wichtigste an der Biene sind nicht die Pollen, der Honig oder die Propolis, sondern die Bestäubung. Viele Milliarden Euro werden unserer Volkswirtschaft durch die Bestäubung der Bienen beigesteuert. Ohne Bienen hätten wir ganz wenig Obst und Gemüse, daher müssen wir nicht nur auf die Honigbienen schauen, insbesondere die Wildbienen tragen den größten Teil zur Bestäubung der Pflanzen bei“, appelliert Günter Kunkel. Zum Erhalt der Bienen kann jeder Einzelne beitragen, der einen Garten oder Balkon besitzt. Statt auf Steinwüsten vor der Haustür sollte man auf Blumen und Pflanzen setzen. Denn in ihren Blüten finden die fleißigen Insekten Nahrung. „Außerdem sollte man möglichst kein Gift spritzen. Ein Insektizid macht keinen Unterschied zwischen Schädling und Biene“, so der Imker.

 

Ökologisch sinnvoll angelegte Gärten tragen dazu bei, die Bienen zu erhalten. Rotklee, Weißklee und Löwenzahn bieten über einen langen Zeitraum Nektar und Pollen, was spricht schon dagegen, ruhig mal eine wilde Ecke im Garten stehen zu lassen wo Blumen und Gräser blühen dürfen. Die Natur wird es danken.

Rama dama am Lehrbienenstand

Bei herbstlichem  Sonnenschein fand das alljährliche „Rama dama“ beim Bienenzuchtverein Passau  e. V. statt. Es engagierten  sich knapp 20 fleißige Helfer für die Reinigung des Vereinsheims, Schleuderhauses und der Schaukästen. Der Rasen wurde gemäht, die Hecke gestutzt und Wildwuchs geschnitten. Nachdem auch das  Gesundheitsmobil abgeschrubbt war, gab es für das eingespielte Helferteam Brotzeit, Kuchen und Getränke. Als letzte Veranstaltung in diesem Jahr steht nun noch der Imker Dankgottesdienst in St. Peter am Sonntag, 28. Oktober aus. An dessen Anschluss werden die Vereinsmitglieder in ein griechisches Restaurant zum Essen eingeladen.

 

Grundschule Innstadt zu Gast am Lehrbienenstand


Das konnte die 2. Klasse am Mittwoch, dem 16. Mai, hautnah am Lehrbienenstand des Bienenzuchtvereins Passau in Passau-Neustift erleben. Witzig und besonders anschaulich erzählten der Imker Christian und sein Kollege Fritz den Schülerinnen und Schülern über das Leben und Schaffen eines Bienenvolkes. Die Kinder durften sogar aus den Waben Honig naschen, eine Drohne über die Hand krabbeln lassen und echte Imkerhüte mit Schutzschleier anprobieren. Die Imker spendierten den neugierigen “Jungimkern” noch feine Honigsemmeln, die nach so viel Information besonders süß schmeckten.

Lebenswerte Umwelt für die Wildbienen schaffen und unsere Heimat blüht auf!

Die Demo gegen Tierfabriken, Glyphosat & Flächenfraß zeigte am 27. Jan. 2018, dass eine enorme Masse an Menschen in und um Passau aktiv sich für einen anderen Umgang mit Umwelt und Tieren einsetzt.
Die Deutsche Umwelthilfe engagiert sich derzeit aktiv für einen Lebensraum für unsere Wildbienen und gibt dabei Anworten auf Aussagen wie, …
Die Deutsche Umwelthilfe wirbt für Ihre E-Mail Aktion zur Rettung der Bienen: „Fordern Sie jetzt mit uns von der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner: Unternehmen Sie etwas gegen das massive Bienensterben! Wir brauchen eine andere Art von Landwirtschaft mit weniger Düngemitteln und Pestiziden.“
Entscheiden Sie selbst wie wichtig Ihnen neben unseren Bienen die Wildbienen sind.